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Die Jahrgänge |
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Die Jahrgänge
In den 90er Jahren gab es für das Gebiet des Piemont und das des Barolo speziell nach einem nicht sehr glücklichen Anfang mit mittelmäßigen Jahrgängen wie 1991, 1992 und 1994 (in diesen Jahren ist kein Barolo cru produziert worden) und einem mittelmäßigen Jahrgang 1993 eine einzigartige Serie hervorragender Jahrgänge, angefangen vom 1995, 1996, 1997, 1998, 1999, 2000 bis 2001, also insgesamt sechs aufeinander folgende, besondere Jahrgänge, wobei jeder einzelne seine ganz besonderen Eigenschaften hat und die ganze Aufeinanderfolge in dieser Weise in der Geschichte des Barolo einzigartig ist. Bisher hatte es zwar einzelne Jahrhundertjahrgänge gegeben (1947, 1961, 1964, 1971, 1978, 1982, 1985, 1989, 1990), jedoch noch nie in einer derartigen Konstanz.
Nur das Jahr 2002 hat aufgrund der instabilen klimatischen Verhältnisse das ganze Jahr über und dem verheerenden Hagel Anfang September viele Gebiete des Barolo betroffen und dadurch leider diese einzigartige Aufeinanderfolge unterbrochen. Es scheint jedoch, dass sich diese Serie mit dem Jahr 2003 - trotz des sehr heißen und trockenen Sommers, der dem vegetativen Gleichgewicht der Rebstöcke nicht unerhebliche Problem bereitet hat - fortzusetzen scheint.
Beschränken wir unsere Analyse auf die Jahrgänge ab dem Jahr 1996 bzw. auf die Weine dieser Jahrgänge, können wir behaupten, dass es hier zwei Gruppen gibt: die erste Gruppe mit den Jahren 1997, 2000 und 2003 und die zweite mit den Jahren 1996, 1999 und 2001, die jeweils untereinander ähnliche Eigenschaften haben und ein weiteres Jahr, 1998, das Besonderheiten aufweist.
Man könnte sagen, dass der Jahrgang 1998 im Zeichen des Gleichgewichts steht, die angenehmen und harmonischen Eigenschaften der Weine aufweist, die leicht zu erkennen sind und den Eigenschaften des Barolo treu sind; wer jedoch die klassischen Barolos mag, ihren starken ausgeprägten Körper, die Tannine, die mehr Zeit zur "Entfaltung" brauchen, findet sie wohl in den Jahrgängen 1996 und 1999 und voraussichtlich 2001 wieder. Was dagegen die Jahrgänge 1997 und 2000 und wohl auch 2003 betrifft, so muss man hier wohl von Weinen sprechen, und das gilt insbesondere für die Weine auf Nebbiolo-Basis, die bedeutend sind und die sich aufgrund der klimatischen Bedingungen und sehr heißen Sommern und längerer Reifung am Weinberg zu Weinen entwickeln konnten, die einen höheren Zuckergehalt und damit höheren Alkoholgehalt, intensive Farbe, deutliche und warme Bouquets aufweisen und die man bereits sehr jung genießen kann. Es handelt sich außerdem um Weine, die breiter, umfangreicher und strukturierter als sonst sind und eine deutlichere Fruchtkomponente als üblich aufweisen.
Diese deutlichen unterschiedlichen Eigenschaften der verschiedenen Jahrgänge, die wir unbedingt erhalten wollten und von denen wir möchten, dass sie sich in den Weinen widerspiegeln, bieten den Freunden des Barolo auf der ganzen Welt eine große Auswahl und eine seltene Möglichkeit, die Art des Weinverzehrs zu differenzieren; die Weine können ab dem Zeitpunkt ihres Erscheinens auf dem Markt getrunken werden oder man kann sie noch weiter nachreifen lassen, bis sich ihre Eigenschaften vollständig im Weinkeller entfaltet haben.
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